WERKREIHE: TEMPORALITY, 2017
Der Tod markiert nicht zwangsläufig das absolute Ende, sondern einen radikalen Funktionswechsel. Erlischt das organische Leben, endet zwar jede biologische Bestimmung – doch genau in diesem Moment des Stillstands beginnt eine metamorphische Transformation. Die verwelkte Form löst sich von ihrer ursprünglichen Bedeutung und konstituiert sich neu: als Objekt einer stillen, unendlichen Dauer.
Die Fotografie friert diesen Übergang ein und entzieht den Verfall der Vergänglichkeit. Was einst verging, wird im Bild zu einem zeitlosen Relikt – das Leben erlischt, doch die Gestalt überdauert als künstlerische Konstante.
© 2017 Edin Mustafic – Temporality
Toggle Content
Titel: Zeitlichkeit (Temporality) | Jahr: 2017 | Tinte: Epson Ultra Chrome K3 Pigment Ink | Papier: Hahnemühle Baryt, 305 g/m² | Rahmung: Museumsrahmung weiß, Stärke: 30 mm, Galeriekarton, Museumspassepartout weiß (3 mm), Museumsrückkarton, säurefrei | Glas: Clarity 92% / Museumsglas | Serie: 9 Einzelaufnahmen.
Edition: 3 (+1 AE) | Print: 28,2×33,9 cm
-
08.07.–11.07.2021
JUSTMAD (XII Edition) Emerging Art Fair
Palacio Neptuno, Madrid (ES) -
26.02.–01.03.2020
ART MADRID 2020 (15th Edition) Contemporary Art Fair
Palacio de Cibeles, Madrid (ES)
Werknotiz, Wien 2017:
Ich wollte dem Tod eine neue Funktion geben. Ausgangspunkt war eine einzelne, verwelkte Rose: In unterschiedlichen konzeptionellen Anordnungen und vor radikal reduziertem Hintergrund habe ich ihre morbide Materialität seziert. Der biologische Zerfall wird nicht betrauert, sondern kompositorisch reaktiviert – ein abstraktes, neues “Leben” als ästhetisches Konstrukt.