WERKREIHE: NO TITLE, 2018
Der Verzicht auf einen Titel verweigert jede sprachliche Lenkung. Ohne vorgegebenen Begriffsrahmen läuft der Versuch ins Leere, das Gesehene vorschnell in bekannte Schemata einzuordnen. Erst diese Leerstelle zwingt den Betrachter, die eigene Wahrnehmung aktiv zu befragen: Das Werk liefert keine Erklärung, sondern wird zur Projektionsfläche, auf der jeder erst sein eigenes Bild erschafft.
In diesem Vakuum entsteht ein Spannungsfeld zwischen Verweigerung und Interpretation. Die Formen bestehen autonom, während der Sinn allein im Blick des Gegenübers konstruiert wird.
„Wo kein Text führt, beginnt der Betrachter zu sehen!?“
© 2018 Edin Mustafic – No title
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Titel: ohne Titel | Jahr: 2018 | Print 1: 28,18×28,18 cm | Tinte: Epson Ultra Chrome K3 Pigment Ink | Papier: Hahnemühle Fine Art Ultrasmooth, 305 g/m² | Rahmung: Museumsrahmung weiß, Stärke: 30 mm, Galeriekarton, Museumspassepartout, weiß, Stärke: 3 mm, 60×40 cm, Museumsrückkarton, säurefrei | Glas: Clarity 92% / Museumsglas | Serie: 6 Einzelaufnahmen | Edition: 1 (+1 AE)
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07.12.–28.12.2018
panoptikum. WERKSCHAU 2019
offSpace | galerie panoptikum., Ruderstallgassen 4, A-5133 Gilgenberg aW (OÖ)/AUT
Wie lässt sich die systemische Ungleichbehandlung von Frauen visuell fassbar machen? Welche Zeichen materialisieren unsichtbare Machtstrukturen? Im radikalen Verdecken von Gesicht und Körper wird die Individualität ausgelöscht – der verhüllte Körper verliert seine eigene Stimme und erstarrt zum universellen Symbol der Unterdrückung.