WERKREIHE: PAZIFISMUS, 2014
Pazifismus beschreibt eine ethische Grundhaltung, die den Krieg prinzipiell ablehnt und bestrebt ist, bewaffnete Konflikte zu vermeiden. Doch in der gesellschaftlichen Realität bleibt dieser Anspruch oft eine kulturelle Illusion: Friedensordnungen sind historisch wie strukturell eng an Macht, Gewalt und deren Legitimation gekoppelt.
Die Arbeit versucht, Motive aus der eigenen Lebenswelt zu kollektieren und auf diesen Widerspruch hin zu befragen. Die reflexive Fotografie lässt hierbei ein hohes Maß an Kontingenz zu, anstatt eine vorausgesetzte Ordnung zu reproduzieren. Was als subjektive Auswahl erscheint, entpuppt sich als Ausdruck des sozialen Habitus – und legt klassenspezifische wie ästhetische Deutungsmuster offen.
„Pazifismus ist eine kulturelle Illusion!“
© 2014 Edin Mustafic – Pazifismus
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Titel: Pazifismus | Jahr: 2014 | Print: 30×30 cm | Tinte: Epson Ultra Chrome K3 Pigment Ink | Papier: Hahnemühle Fine Art Ultrasmooth, 305 g/m² | Rahmung: Museumsrahmung schwarz, Stärke: 30 mm, Galeriekarton, Stärke: 3 mm, Museumsrückkarton, säurefrei | Glas: Clarity / Museumsglas | Serie: 5 Einzelaufnahmen | 4 Objekte | Edition A: 1
Werknotiz, Wien 2014:
Welche Funktion erfüllen die Werkzeuge der Gewalt im alltäglichen Bewusstsein? Die Isolation der Objekte vor weißem Grund und im Inszenierungsraum entzieht das Beil und die Klingen ihrer bloßen Nutzung. Sie erstarren zu reliquienhaften Zeichen, an denen die Brüchigkeit zwischen Friedensrhetorik und materieller Bedrohung sichtbar wird.