WERKREIHE: UNSCHARF #02, 2014

Ein Ver­such die Phan­ta­sie des Be­trach­ters zu sti­mu­lie­ren. Bernd Hüp­pauf wid­met sich in sei­nem Auf­satz “Zwi­schen Imi­ta­tion und Si­mu­la­tion – Das un­schar­fe Bild” von 2006 dem Phä­no­men des un­schar­fen Bil­des und sei­ner Re­zep­tion. Hüp­pauf zu­fol­ge ist Un­schär­fe “ei­ne vi­su­el­le Si­mu­la­tion, die die Re­geln der Imi­ta­tion und Do­ku­men­ta­tion ver­letzt”. Die Un­schär­fe ent­zieht dem Bild den Sta­tus der Ein­ma­lig­keit (vgl. Hüp­pauf).

Der aus die­ser Kon­tro­ver­se er­wach­se­ne Streit um die Be­deu­tung des De­tails und der Schär­fe fußt nicht nur in ei­ner rei­nen Me­dien­de­bat­te, son­dern fin­det sei­nen Ur­sprung auch in der er­kennt­nis­theo­re­ti­schen Fra­ge, ob die Wahr­heit im ob­jek­tiv Mess­ba­ren (der Schär­fe) oder im We­sen der Sa­che (der Un­schär­fe) zu fin­den sei. Dort, wo die Un­schär­fe die ge­sam­te Fo­tografie be­trifft, geht es vor al­lem um die Über­tra­gung ei­nes Ge­fühls bzw. Ein­drucks. Der Ge­gen­stand wird durch sei­ne Re­prä­sen­ta­tion oder sein Sym­bol er­setzt. Das Bild wird zum Zei­chen und die Fo­to­gra­fie wird auf­grund der bild­li­chen Grund­ver­fasst­heit der Welt zur uni­ver­sel­len Spra­che er­ho­ben (vgl. Stieg­ler).

“Die Be­frei­ung der Form aus dem Dik­tat des Sicht­ba­ren.”

© 2014 Edin Mustafic – Unscharf #02

Toggle Content

Titel: Unscharf #01 | Jahr: 2013 | Print: 30×30 cm | Tinte: Epson Ultra Chrome K3 Pigment Ink | Papier: Hahne­mühle Fine Art Ultra­smooth, 305 g/m² | Rahmung: Museums­rahmung weiss, Dimen­sionen: (ca.) 60×40 cm, Stärke: 30 mm, Galerie­karton, Museums­passe­partout weiss Stärke: 3 mm, Museums­rück­karton, säure­frei | Glas: Clarity 92% / Museums­glas | Serie: 13 Einzel­aufnahmen

Edition A (P: 30×30 cm): 1 (+1 AE)
Edition B (P: 50×50 cm): 1 (+1 AE)
Edition C (P: 100×100 cm): 1

  • 08.07.–11.07.2021
    JUST­MAD (XII Edi­ti­on) Con­tem­po­ra­ry Art Fair
    Pa­la­cio Nep­tu­no, Ma­drid (ES)
    www.justmad.es
  • 26.02.–01.03.2020
    ART MA­DRID 2020 (15th Edi­ti­on) Con­tem­po­ra­ry Art Fair
    Pa­la­cio de Ci­be­les, Ma­drid (ES)
    www.art-madrid.es
  • 26.02.–03.03.2019
    JUST­MAD (X Edi­ti­on) Emer­ging Art Fair
    Pa­la­cio Nep­tu­no, Ma­drid (ES)
    www.justmad.es
  • 07.12.–28.12.2018
    pa­nop­ti­kum.WERK­SCHAU 2018
    off­space | ga­le­rie pa­nop­ti­kum.
    www.galeriepanoptikum.at
  • 15.09.–31.10.2017
    pa­nop­ti­kum.WERK­SCHAU 2017
    off­space | ga­le­rie pa­nop­ti­kum.
    www.galeriepanoptikum.at
  • 11.10.–15.10.2017
    MAF – Me­tro­po­li­tain Art Fair (5th Edi­ti­on)
    Gar­den­pa­lais Schön­born, 1010 Vi­en­na (AUT)

Werk­no­tiz, Wien 2014:
Der Über­gang von der phy­si­schen Prä­senz zur rei­nen abs­trak­ten Form. Die Be­we­gung des Kör­pers löst sich voll­stän­dig von der do­ku­men­ta­ri­schen Funk­ti­on der Ka­me­ra. Was ent­steht, ist kein Ab­bild, son­dern ein Zei­chen – eine vi­su­el­le Me­ta­pher für die Ver­gäng­lich­keit des Au­gen­blicks und die flüch­ti­ge Na­tur der Er­in­ne­rung.