WERKREIHE: UNSCHARF #03, 2014
Die Frage lautet immer noch: Liegt die Wahrheit im objektiv Messbaren der Schärfe oder doch im Wesen der Unschärfe? Während die Fotografie weltweit weiter verzweifelt versucht, jede einzelne Wimper in Millionen Pixeln zu ertränken, treibt “Unscharf #03” das Spiel einfach auf die nächste Stufe. Es ist keine Wiederholung, sondern die logische Mutation eines Themas, das mich nicht loslässt: Wenn wir die Welt schon nicht ganz greifen können, warum sollten wir sie dann pedantisch scharf stellen?
Diesmal geht die Reise zurück ins Analoge – dort, wo man die Kontrolle endgültig an chemische Reaktionen, Filmkorn und das Licht abtritt. Die Körper lösen sich noch radikaler auf, werden zu schwebenden Schemen zwischen Dasein und Verschwinden. Die Unschärfe ist hier kein Makel und kein Versehen, sondern das zentrale Werkzeug: Sie nimmt dem Bild die steife Ernsthaftigkeit und erinnert uns daran, dass die spannendsten Dinge meist außerhalb unseres Fokus liegen.
„Wer alles scharf sieht, übersieht das Wesentliche.“
Titel: Unscharf #03 (Elementar) | Jahr: 2014 | Print: 30×30 cm | Tinte: Epson Ultra Chrome K3 Pigment Ink | Papier: Hahnemühle Fine Art Ultrasmooth, 305 g/m² | Rahmung: Museumsrahmung weiss, Dimensionen: 30×30 cm, Stärke: 20 mm, Galeriekarton, Museumspassepartout weiss, Stärke: 3 mm, Museumsrückkarton, säurefrei | Glas: Clarity 92% / Museumsglas | Serie: 6 Einzelaufnahmen
Edition A (P: 30×30 cm): 1 (+1 AE)
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26.02.–01.03.2020
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26.02.–03.03.2019
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07.12.–28.12.2018
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15.09.–31.10.2017
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Ruderstallgassen 4, A-5133 Gilgenberg aW (OÖ)/AUT -
18.05.–21.05.2017
MAF 2017 – Metropolitain Art Fair (5th edition)
Gardenpalais Schoenborn, Vienna/AUT
Werknotiz, Wien 2014:
Der Wechsel aufs analoge Material war ein Befreiungsschlag gegen das sofortige Kontrollieren am Display. Kein Klick, kein Zoom auf 100 Prozent, kein Digitalrausch. Nur Film, Licht und der bewusste Verzicht auf die Kante.